Das Wort „Nachhaltigkeit“ ist gerade (wieder) in aller Munde. Aber was bedeutet Nachhaltigkeit?  Und welche Relevanz hat sie für mich persönlich und diesen Blog?

Bis vor nicht allzu langer Zeit war mir der Begriff nicht wirklich wichtig. Ich habe mir dazu nie etwas überlegt. Das hat sich geändert als die Idee zu diesem Blog in meinem Kopf auftauchte. Die Beschäftigung mit dem Thema Regionalität und Saisonalität, speziell bei Lebensmitteln, führte allerdings automatisch auch zum Begriff Nachhaltigkeit.  

Nachhaltigkeit wissenschaftlich betrachtet:

Gibt man in Google in das Suchfeld „Nachhaltigkeit Definition“ an, erscheint u.a. folgende Wikipedia-Erklärung: 

Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht. Wikipedia  

Eine andere Erklärung ist das Drei-Säulen-Modell:

  • Ökologische Nachhaltigkeit:  keinen Raubbau an der Natur betreiben. Ökologisch nachhaltig ist eine Lebensweise, wenn sie die natürlichen Lebensgrundlagen nur in dem Maße beansprucht, wie diese sich regenerieren.
  • Ökonomische Nachhaltigkeit: wir  sollten wirtschaftlich nicht über unsere Verhältnisse leben. Denn dies beeinträchtigt künftige Generationen. Nachhaltig ist eine Wirtschaft nur, wenn sie dauerhaft betrieben werden kann.
  • Soziale Nachhaltigkeit: Die Organisation eines Staates sollte darauf ausgerichtet sein, dass möglichst wenig soziale Spannungen und Konflikte auftreten. Konflikte sollten friedlich und zivilisiert gelöst werden.
  • oftmals kommt noch eine vierte Säule – die politische Umsetzungsebene dazu. In Deutschland wurde etwa die Betonung der Bildungsperspektive ergänzt.

An diesem Drei-Säulen-Modell gibt es auch Kritik:

  • es ist nicht meßbar
  • alle drei Säulen werden gleich gewichtet. Tatsächlich sollte die ökologische Nachhaltigkeit jedoch höher bewertet werden, da sie die Voraussetzung für die ökonomische und soziale Beständigkeit ist.
  • es fehlt die globale Dimension

Die wissenschaftlichen Erklärungsmöglichkeiten könnte ich noch weiter ausführen. Allerdings bin ich für mich zum Schluß gekommen, dass ich mir meine eigene Interpretation schaffe.

Eine persönliche Interpretation von Nachhaltigkeit:

Nachhaltig zu leben sollte für jeden einzelnen auch privat möglichst leicht umsetzbar sein. Nur so macht es Sinn. Wie bekommen wir das nun hin?

  • Was wir essen, trinken, anziehen oder sonst nutzen sollten wir uns genau ansehen. 
  • Wo kommen die Lebensmittel her, die wir täglich zu uns nehmen. Wie werden sie produziert? Von wem und unter welchen Umständen? 
  • Ist es wirklich nötig, dass Tiere von Österreich ins Ausland gebracht werden, um sie dort zu schlachten weil es günstiger ist? Alleine 2016 wurden 8,27 Millionen lebende Tiere (Zucht-, Schlacht-, Masttiere) aus Österreich exportiert (Quelle: VCÖ).
  • Warum kaufen wir Gemüse, dass auf riesigen Feldern in Spanien unter immensem Wasserverbrauch gezüchtet und mit Spritzmitteln „konserviert“ wird? 
  • Weshalb ziehen wir uns Kleidung an, die zum Großteil im weit entfernten Ausland hergestellt wird? Unter oftmals erbärmlichen Arbeitsbedingungen.
  • Was daran ist nachhaltig? Geht es tatsächlich nicht auch anders?

Unser eigener, direkter Umgang mit den Ressourcen und unser Konsumverhalten tragen wesentlich dazu bei, dass Nachhaltigkeit gelebt wird oder eben nicht. 

So überlege ich mir nun bei jedem Einkauf, was ich mitnehme. Wie es verpackt ist und wo es hergestellt wurde. Und bei all dem bevorzuge ich normalerweise heimische Produkte. Nach Möglichkeit nicht in Plastik verpackt.

Welche Möglichkeiten es gibt, könnt ihr auf dieser Website und in den Blogbeiträgen nachlesen.

Wir ALLE brauchen NACHHALTIGKEIT.

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