Wachauer Marillen – eine wunderbare und einzigartige Spezialität. Was macht sie nun so besonders?

Mit dem Begriff „Wachauer Marille“ darf sich nicht jede Marillenfrucht schmücken. Denn nur jene Erzeuger, die offiziell das Gütesiegel „Original Wachauer Marille“ oder „Wachauer Marille“ (meist mit dem Zusatz e.U.) tragen, liefern auch die Qualität und den Geschmack, den wir uns bei diesem Original erwarten.

Gütesiegel, das für Einzigartigkeit steht

Die „Wachauer Marille“ ist eine von der EU geschützte Herkunftsbezeichnung und das wird streng kontrolliert. Was gut so ist, da es leider immer wieder Marillenverkäufer gibt, die sich mit den Federn der originalen Wachauer Marillen schmücken, ohne deren strengen Kriterien zu entsprechen.

Die Besonderheit der Wachauer Marille beruht auf dem besondere Aroma und Geschmack der Frucht und ihrem hohen Zucker-, Säure- und Pektingehalt. Diese tolle Kombination entsteht durch das Zusammentreffen mehrerer Klimaeinflüsse. Dem pannonischen sowie dem Waldviertler Einwirkungsbereich und der unmittelbaren Nähe zur Donau. Äußerst wichtig sind außerdem die großen Gegensätzen zwischen Tag- und Nachtemperaturen, insbesondere wenn die Marillen reifen.

Der Name „Marille“ ist in der Region bereits um das Jahr 1509 nachgewiesen. Um 1890 erfolgte in großem Stil die Einführung der Marille als Ertragsobst in der Wachau mit spezifischer Sortenselektion und Auswahl der geeignetsten Veredelungsunterlagen (Quelle: Amtsblatt der Europäischen Union).

Bei der Wachauer Marille handelt es sich ausnahmslos um regionaltypische Sorten von Kegel-, Ananas- und Oval- bzw. Rosenmarillen. Hauptsächlich wird die Sorte „Klosterneuburger“ („Ungarische Beste“) angebaut. Die Deklaration kann jeder Anbieter verwenden, dessen Marillen dem beschriebenen Formenkreis entsprechen und aus dem Anbaugebiet Wachau – Mautern – Krems stammen. Eine einheitliche Verpackung und Etikettierung der Marillen ist seit 2012 nicht mehr beschrieben. (wikipedia)

Woher kommt sie nun, die originale Wachauer Marille

Einzig Marillen aus den Gemeinden Aggsbach-Markt, Albrechtsberg, Bergern im Dunkelsteinerwald, Droß, Dürnstein, Furth, Gedersdorf, Krems, Maria Laach, Mautern, Mühldorf, Paudorf, Rohrendorf bei Krems, Rossatz-Arnsdorf, Senftenberg, Spitz, Stratzing, Weinziel am Wald, Weißenkirchen, Schönbühel-Aggsbach und Emmersdorf dürfen mit dem Namen „Wachauer Marille“ bezeichnet werden. Wobei die Ergänzung g.U. für geschützte Ursprungsbezeichnung steht.

Wachauer Marillen mit Marillenlikör und Marillenbrand und eingelegte Marillen

Mehr als 200 Wachauer Marillenbauern produzieren dieses regionale Produkt. Somit ist für die Erhaltung und den Schutz dieser besonderen Sorte gesorgt.

Wie kommst du zur Wachauer Marille

Die Wachauer Marillen werden meist im Juli geerntet, für 2 bis 3 Wochen. Wann genau und wie lange die Erntezeit tatsächlich ist, hängt allerdings von den Wetterbedingungen ab.

Die Marillen selbst werden von den Marillenbauern hauptsächlich direkt vertrieben. Also ab Hof,  wo sie – am besten über Vorbestellung – erworben werden können. Einige Marillenbauern liefern ihre Produkte auch an die Gastronomie. Nur wenige Wachauer Marillen landen über Obsthändler in den Städten wie etwa Wien. Gerade hier muss man jedoch besonders darauf achten, das Original zu erwerben. Wer darauf Wert legt, sollte unbedingt auf das Gütesiegel achten. Also entweder „Wachauer Marille“ oder „Original Wachauer Marille“.

Worauf ist zu beachten, wenn du frische Marillen kaufst

Bei den frischen Wachauer Marillen  empfiehlt es sich, sie so rasch wie möglich zu verarbeiten. Also am besten gleich essen und am nächsten Tag verarbeiten. Geht sich das nicht aus, kannst du die entkernten Früchte einfrieren. So lassen sie sich sehr gut zu einem späteren Zeitpunkt zu verschiedenen süßen Gerichten verarbeiten.

Was kannst du aus Marillen machen

Ein kleiner Auszug:

  • Marillenknödel
  • Marillenmarmelade
  • Marillenkuchen
  • Chutney
  • Marillensaft
  • Marillenlikör
  • Marillen-Edelbrand
  • eingelegte Marillen
  • Marilleneis

aber auch

  • Marillenseife

Kennst du noch weitere Einsatzmöglichkeiten? Dann schreib sie mir als Kommentar.

Events rund um die Wachauer Marille

Jedes Jahr finden in der Wachau eigene Marillenfeste statt, mit einem bunten Programm rund um die kleine süße Frucht.

Vom 12.7. bis 14.7.2019 findet in Krems das Stadtfest Alles Marillestatt. Mit Musik, Tanz, Kunsthandwerk umrahmt bot es – wie jedes Jahr – die Möglichkeit alles Marilliges zu erwerben.

Gleich darauf, vom 19.7. – 21.7. 2019, gibt es die Chance die Wachauer Marille in allen möglichen Verarbeitungsformen  beim 68. Spitzer Marillenkirtag zu erwerben.

Aber auch hier gilt: nur eine echte Wachauer Marille trägt die entsprechende Kennzeichnung.

 

Noch nähere Informationen liefert außerdem der Verein der Wachauer Marillenbauern.

Rezeptwunsch mit Marillen gefällig?

Ich hab dich auf den Geschmack gebracht und du sucht jetzt nach Marillenrezepten? Wie wäre es mit wunderbaren Marillenknödel. Ich wünsche dir gutes Gelingen!


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