Ein feiner Topfengugelhupf, den du sehr rasch einfach zusammenrührst. Und er passt perfekt zum Nachmittagskaffee.

Das unten stehende Rezept ist für eine große Gugelhupf-Form.
Ich habe mich diesmal allerdings dazu entschlossen nur die halbe Masse zu machen und habe zwei kleine Gugelhupf-Formen verwendet. Allerdings wären drei kleine Formen besser gewesen :-).

Mich interessieren ja immer auch die Geschichten zu den verschiedenen Speisen. Und in diesem Fall habe ich mal recherchiert, was es so mit dem Gugelhupf generell auf sich hat.

Die Geschichte des Gugelhupf

Erstaunlicherweise geht seine Geschichte bis auf die Römer zurück. Das haben archäologische Funde in Carnuntum, dem römischen Heereslager vor Wien, gezeigt. Auch in Budapest, dem Rheintal und in Frankreich wurden Nachweise darüber gefunden.

Sogar die Backformen sahen fast genauso aus wie jene, die wir heutzutage verwenden. Nur der Napf in der Mitte war damals geringer eingebuchtet und die Backformen der Römer waren aus Bronze oder Kupfer. Es wird angenommen, dass die Römer mit der Backform die „rotierende Sonne“ darstellen wollten.

In der Zeit der Völkerwanderung nach den Römern verschwanden die Gugelhupfe vorübergehend. Erst im 15. Jahrhundert kamen sie wieder in Rezepten vor. Besonders im Alpenraum waren sie damals äußerst beliebt.

Der Gugelhupf war auch bekannt als Arme-Leute-Kuchen.

Besonders in der Biedermeierzeit (1815 – 1848) erlebte der Gugelhupf ein Comeback. Von Wien aus verbreitete er sich in der k.u.k.-Zeit in der ganzen Monarchie. Das wurde auch gefördert durch Kaiser Franz Joseph, bei dem der Gugelhupf wesentlicher Bestandteil seines Frühstücks war.

Lange Zeit gab es kein spezielles Rezept für den Gugelhupf. Er wurde je nach Region, Anlass und Status aus Hefe-, Rühr- oder Biskuitteig hergestellt und enthielt mehr oder weniger Butter, manchmal auch Rosinen, Mandeln und Zitronen und war auch schon mal mit Zucker bestreut oder mit einer Schokoladenglasur verfeinert.

Auch für die Herkunft der Bezeichnung Gugelhupf gibt es zahlreiche Versionen. Eine davon ist, dass der Name von seiner Form stammt. Also von „Gugel“ für Kugel und von „hupf“ oder „hopf“ für hüpfen, womit vermutlich das Aufgehen des Hefe- oder Germteigs gemeint war.
Es könnte aber auch sein, dass die Bezeichnung in Zusammenhang mit früheren Kopfbedeckungen steht, die einfach ähnlich aussahen.

Die Herstellungsmethoden

Im österreichischen Lebensmittelcodex steht der Gugelhupf im Kapitel B 18 Backerzeugnisse unter „Fein- und Konditoreibackwaren“. Darin wird er im Absatz 60 als „Feine Hefeteigbackware“ angeführt.

Der Gugelhupf ist also typischerweise ein süßes Germteig-Gebäck. Allerdings wurde nicht immer mit Zucker gesüßt. Insbesondere als der Rübenzucker noch extrem teuer war oder noch gar nicht in unseren Regionen zur Verfügung stand, haben getrocknete Früchte im Teig für die Süße gesorgt.

Alte Rezepte enthielten sehr viele Eier, weil diese als Treibmittel verwendet wurden. Und es eben noch kein Backpulver gab.

Mit der Erfindung des Backpulvers veränderten sich die Rezepturen. Denn mit dieser neuen Zutat konnte der Gugelhupf schneller hergestellt werden als der Germteig.

So gibt es zahlreiche unterschiedliche Rezepte für Gugelhupf. Ein kleiner Auszug:

  • Wiener Gugelhupf mit Rosinen
  • Marmorgugelhupf
  • Kaisergugelhupf mit Sultaninen und Mandeln
  • Alt-Wiener Gugelhupf mit Mandelstiften
  • Germgugelhupf
  • Stefaniegugelhupf ohne Germ
  • usw.
Zwei Stück Topfengugelhupf aufgeschnitten und zwei Topfengugelhupfe
Topfengugelhupf in kleinen Formen gemacht | © Ideal Regional

Das Topfengugelhupf-Rezept

Auch dieses Rezept hier für den Topfengugelhupf enthält keine Hefe, sondern Backpulver. Dadurch kannst du diesen Topfengugelhupf recht einfach und rasch herstellen.

TOPFENGUGELHUPF
Vorbereitungszeit
20 Min.
Zubereitungszeit
55 Min.
Gesamtzeit
1 Std. 15 Min.
 
Gericht: Nachspeise
Region: Österreichisch
Stichwort: Gugelhupf
Zutaten
  • 250 g Butter weich
  • 250 g Topfen
  • 250 g Mehl
  • 230 g Staubzucker
  • 25 g Maisstärke
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 1 Pkg. Backpulver
  • 5 Eier
  • die abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
Anleitungen
  1. Das Backrohr auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

  2. Die Gugelhupf-Form mit Butter ausfetten und mit Mehl ausstreuen.

  3. Die Eier trennen. Das Eiklar zu einem festen Schnee schlagen.

  4. Die Butter mit den Eidotter schaumig rühren. Die abgeriebene Zitronenschale, den Staubzucker und den Vanillezucker untermischen.

  5. Den Topfen unterrühren.

  6. Das Mehl mit dem Backpulver und der Maisstärke vermischen. Alles unter den Teig rühren.

  7. Den Eischnee vorsichtig unterheben.

  8. Den Teig in die Gugelhupf-Form füllen.

  9. Den Gugelhupf auf mittlerer Schiene für ungefähr 55 Minuten backen.

  10. Wenn der Gugelhupf in der Backform ausgekühlt ist, kannst du ihn aus der Form stürzen.

  11. Mit etwas Staubzucker bestreut servieren.

Rezept-Anmerkungen

 

Mahlzeit & guten Appetit!

 

 


Quelle:
Bundesministerium Nachhaltigkeit und Tourismus Artikel: Gugelhupf


Dir gefällt dieser Beitrag? Dann lass das doch auch deine Freunde wissen und teile ihn.
0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.