Ein ganz tolles, einfaches und schnelles Gericht mit Spargel, Sauce Gribiche und Bresaola. Das ist ein internationales Gericht, denn der frische Spargel kommt in meinem Fall natürlich aus Österreich, die Sauce Gribiche stammt aus der französischen Küche und Bresaola wird im norditalienischen Veltlin hergestellt.

Bresaola della Valtellina, wie er genau heißt, ist ein luftgetrockneter Rinderschinken. Er ähnelt dem Schweizer Bündelfleisch, ist aber zarter und geschmacklich milder. Normalerweise übergießt man ihn einfach mit Zitronensaft und lässt ihn 4 Stunden ziehen. Würzt ihn dann mit Pfeffer und garniert ihn mit Rucola, Parmesan und etwa Olivenöl. Er harmoniert aber auch wunderbar mit der Sauce Gribiche und natürlich dem Spargel.

Die Sauce Gribiche wird kalt hergestellt und schmeckt würzig-pikant und aufgrund der Kapern und Cornichons leicht säuerlich. Sie passt übrigens auch sehr gut zu Schinken, gebratenem Fisch oder anderen Meeresfrüchten sowie Kalbskopf, Sülzen und Tafelspitz.

Der Spargel muss übrigens nicht immer gekocht werden. Insbesondere der grüne Spargel lässt sich auch wunderbar in der Pfanne anbraten. Das geht ebenso rasch und verleiht dem Spargel noch mehr Geschmack durch die Röstaromen. Vielen ist diese Zubereitungsart sogar noch lieber, als ihn zu kochen. Wie sieht es mit dir aus?

SPARGEL MIT SAUCE GRIBICHE UND BRESAOLA
Vorbereitungszeit
10 Min.
Zubereitungszeit
30 Min.
Gesamtzeit
40 Min.
 
Gericht: Hauptspeise, Snack, Vorspeise
Region: Französisch, Italienisch, Österreichisch
Stichwort: Sauce, Spargel
Portionen: 2 Personen
Zutaten
FÜR DIE SAUCE GRIBICHE:
  • 125 ml Öl, Olivenöl oder Erdnussöl
  • 2 Eier, hart gekocht
  • 2 TL Dijon-Senf
  • 1 EL Weißweinessig
  • 1 EL Kapern, kleine
  • 5 Cornichons oder kleine Essiggurkerl
  • 1 EL gehackte Kräuter, Mischung aus Schnittlauch, Kerbel, Estragon, Petersilie
  • Pfeffer
  • Salz
FÜR DEN SPARGEL:
  • 1 Bund Spargel, grün
  • 4 Scheiben Bresaola della Valtellina
  • 1/2 Zitrone
  • etwas Olivenöl
  • etwas Parmesan, gehobelt
  • etwas Pfeffer, frisch gerieben
Anleitungen
DIE SAUCE GRIBICHE:
  1. Für die Sauce die Eidotter mit dem Senf und dem Essig vermischen und glatt rühren. Dann langsam das Öl dazugeben und montieren, d.h. mit einem Schneebesen zu einer cremigen, glatten Sauce aufschlagen.

  2. Das hart gekochte Eiweiß, die Kapern, die Cornichons und die Kräuter fein hacken und alles unter die Sauce mischen.

  3. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

DER SPARGEL:
  1. Den Spargel waschen und schälen und in Olivenöl von allen Seiten schön anbraten bis er Blasen wirft.

  2. Den Spargel auf einem Teller mit der Sauce anrichten.  Den Bresaola über die Sauce legen, mit etwas Zitronensaft, etwas frisch geriebenem Pfeffer ein paar Tropfen Olivenöl und gehobeltem Parmesan garnieren.

Rezept-Anmerkungen

 

Mahlzeit & guten Appetit !

 

Lust auf noch mehr Spargel? Dann versuch doch den Lauwarmen Spargel mit Tomaten-Vinaigrette.


Die 40tägige Fastenzeit ist vorüber und viele freuen sich auf die Osterjause. Bei diesem Festtagsschmaus ist der traditionelle Osterschinken nicht wegzudenken.

Das Besondere am Osterschinken ist nicht nur der Genuss nach dem bewußten Verzicht auf Fleisch in der Fastenzeit. Für viele ist er auch Bestandteil des Osterkorbes und wird am Karsamstag in die Kirche getragen, um die darin enthaltenen Speisen durch den Priester segnen zu lassen.

In Österreich heißt der Osterschinken übrigens auch Weichfleisch (umgangssprachlich: Woachfleisch). Diese Bezeichnung hat nichts mit einer eventuellen „Weichheit“ des Fleisches zu tun, sondern damit, dass es bei der Speisensegnung in der Kirche geweiht wird.

Welches Fleisch für den Osterschinken

Normalerweise handelt es sich um den mageren Schinken vom Schwein. Und natürlich ist die Qualität entscheidend. Das Fleisch bekommst du entweder direkt beim Bio-Bauern oder bei einem Fleischer (Metzger) deines Vertrauens. Ist Letzterer mit dem österreichischen AMA-Gütesiegel ausgezeichnet kannst du dich darauf verlassen, dass der Schinken ausschließlich vom Fleisch heimischer Schweine stammt und die Verarbeitung mit höchster Sorgfalt erfolgt. Und Regionalität und kurze Transportwege maßgeblich sind.

Den Osterschinken für das Festessen vorbereiten

Geräucherter, roher Osterschinken | © Ideal Regional

Üblicherweise bestellt man beim Fleischer oder direkt beim Bauern geräucherten, rohen Schinken. Diesen verarbeitet man dann zu Hause noch weiter und kocht ihn.

Wenn du magst, kannst du den Braten auch noch für 10 Minuten im Backrohr knusprig grillen.

In manchen Regionen wird der Osterschinken auch in Brotteig gehüllt.

gekochter Osterschinken ] © Ideal Regional
OSTERSCHINKEN | WEICHFLEISCH
Vorbereitungszeit
5 Min.
Zubereitungszeit
2 Stdn.
Gesamtzeit
2 Stdn. 5 Min.
 
Gericht: Hauptspeise
Region: Österreichisch
Zutaten
  • 1 Osterschinken
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 EL Kümmel, ganz
  • 3 Zehen Knoblauch, gehackt
  • Wasser zum Kochen
Anleitungen
  1. Der Schinken wird in heißem Wasser mit dem gehackten Knoblauch, dem Lorbeerblatt und dem Kümmel für ungefähr 2 Stunden bei mittlerer Hitze gekocht.

  2. Den Schinken auskühlen lassen und aufgeschnitten anrichten.

Rezept-Anmerkungen

 

Mahlzeit & guten Appetit!

 

Hier habe ich noch ein paar weitere Rezeptvorschläge für dich:

Du suchst noch nach einer besonderen Beilage zur Osterjause? Wie wäre es mit Eierkren mit Kürbiskernöl – der passt perfekt zum Osterschinken.

Falls du vielleicht ein wenig zu viel Osterschinken gekocht hast und du mal ein anderes Rezept mit dem Fleisch ausprobieren möchtest habe ich hier noch einen besonderen Tipp für dich: Versuch doch mal Ritschert – das ist ein tolles Eintopf-/Suppen-Gericht bei dem noch Rollgerste (Graupen) und Käferbohnen ein Rolle spielen. Schmeckt vorzüglich.


Ritschert ist ein Eintopfgericht, dass in einigen Regionen Österreichs, Sloweniens (Slowenisch: ričet) und Bayern bekannt ist. Es ist eine deftige Speise, die eine sehr lange Geschichte hat. Und es ist ein ideales Gericht um es gleich für mehrere Personen zuzubereiten.

Es wird aus Rollgerste (Graupen), Bohnen und geräuchertem Schweinefleisch hergestellt. Ritschert ist äußerst geschmackvoll und macht satt.

Wo kommt das/der Ritschert her?

Jedenfalls ist das (der) Ritschert oder auch Ritschet ein Eintopfgericht, dass schon in der Eisenzeit direkt in den Salzbergwerken von Hallstatt gekocht wurde. Namentlich wurde das Gericht erstmals 1534 im Kochbuch des Klosters in Tegernsee als ru(e)tschart (gedämpfte Erbsen) erwähnt.
Noch früher tauchte die Speise (nicht der Name) urkundlich erstmals 1485 im Gailtal/Kärnten auf Burg Kühnegg auf, als „Gerste in fetter Fleischsuppe“. Denn genau diese Speise wurde damals dem Bischof von Caorle serviert.

Ein Synonym war in Kärnten ursprünglich die Bezeichnung Gerstbrein, auf Slowenisch ješprenj.

Woher der Name tatsächlich stammt ist nicht klar bewiesen. Einerseits könnte er vom Kochgeschirr stammen, und zwar vom Schwäbischen Rutsch Kachel (flaches, irdenes Kochgerät). Andererseits könnte die alte Nebenform von rutschen, mittelhochdeutsch rütschen (gleiten, rutschen) die Basis für die Namensgebung sein und auf die Eigenschaft der Lebensmittel hinweisen. Also das „Rutschen“, worauf die bedeutungsmäßig ähnliche Roll-gerste hinweisen würde.

Das Ritschert ist auch ein ideales Gericht für die Osterzeit, da darin Fleischreste wie etwa vom Osterschinken nach der Osterjause gut auf etwas andere Art und Weise verarbeitet werden können. Und du kannst es einfrieren, sollte doch etwas übrig bleiben.

RITSCHERT | RITSCHET (ROLLGERSTENEINTOPF)
Vorbereitungszeit
15 Min.
Zubereitungszeit
45 Min.
Kochzeit (Fleisch)
2 Stdn.
 

Die Vorbereitung beginnt am Abend zuvor, da die Bohnen und die Graupen (Rollgerste) über Nacht eingeweicht werden müssen.

Das Fleisch kannst du ebenfalls am Tag zuvor kochen.

Gericht: Hauptspeise
Region: Bayrisch, Österreichisch, Slowenisch
Portionen: 8 Personen
Zutaten
  • 100 g Karotten
  • 100 g Sellerie
  • Sellerieblätter
  • 50 g Petersilienwurze (auch Peterwurze, Wurzelpetersilie oder Knollenpetersilie genannt)
  • 3 große Kartoffeln
  • 200 g Rollgerste (Graupen), grob
  • 100 g Käferbohnen
  • 350 g Geselchtes (geräuchertes Schweinefleisch), alternativ Schweinsstelze oder Ripperl
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Zehen Knoblauch, gehackt
  • 1 TL Kümmel, ganz
  • 1/2 TL Kümmel, gemahlen
  • 2 EL Rotweinessig
  • 1 EL Gemüsesuppenpulver
  • Salz nach Geschmack
  • Pfeffer nach Geschmack
  • Wasser zum Aufgießen der Suppe
  • Liebstöckel (frisch oder getrocknet), gehackt (auch Maggikraut, Lavas, Lusstock oder Nussstock genannt)
  • Petersilie (frisch oder getrocknet), gehackt
Einbrenn:
  • 1 große Zwiebel, gehackt
  • 3 EL Mehl
  • ca. 50 g Butter oder Pflanzenmargarine
Anleitungen
Am Vorabend:
  1. Die Käferbohnen über Nacht in Wasser einweichen. 

  2. Die Rollgerste über Nacht in Wasser einweichen.

Am nächsten Tag:
  1. Die Käferbohnen in dem Wasser kochen, in dem sie über Nacht eingeweicht waren. Im Druckkochtopf dauert das ungefähr 35 Minuten. Wichtig ist, die Käferbohnen nicht zu salzen, denn ansonsten werden sie nicht weich.

  2. 2 Töpfe mit Wasser aufstellen und aufkochen lassen. Zunächst im ersten Topf das Fleisch ungefähr 10 Minuten abkochen, damit die scharfen Gewürze vom Räuchern weg sind.

  3. Das Fleisch nach den 10 Minuten in den anderen Topf mit kochendem Wasser einlegen. 

  4. Die Lorbeerblätter, die Knoblauchzehen und den ganzen Kümmel dazugeben und das Fleisch ungefähr 2 Stunden weich kochen.

  5. Das Fleisch aus der Suppe nehmen und die Selchfleisch-Suppe abseihen.

  6. Von dieser Selchfleisch-Suppe 1 Liter wegnehmen und darin die Rollgerste mit dem Wasser, in dem sie über Nacht eingeweicht waren, ungefähr 15 Minuten kochen.

  7. Das Wurzelwerk und die Kartoffeln grob würfelig schneiden und in der kochenden Rollgersten-Suppe mit einkochen. Und wieder mit Selchfleisch-Suppe und frischem Wasser aufgießen, so dass das Gemüse bedeckt ist. Das Ganze weitere 15 Minuten kochen bis das Gemüse weich ist. 

  8. Den gehackten Knoblauch, ½ TL gemahlenen Kümmel, Liebstöckel und Petersilie dazugeben und mit Pfeffer abschmecken.

Die Einbrenn zubereiten:
  1. Für die Einbrenn Butter oder Margarine heiß werden lassen und darin das Mehl unter ständigem Rühren anbräunen. 

  2. Dann die Zwiebel dazugeben und etwas mitrösten lassen. 

Den Eintopf fertigstellen:
  1. Die Einbrenn mit etwas von der Rollgerste-Gemüse-Suppe aufgießen und gut durchrühren. Dann das Ganze wieder zurück in die restliche Rollgerste-Gemüse-Suppe gießen und gut durchrühren.

  2. Den Eintopf mit etwas Rotweinessig nach Geschmack abschmecken.

  3. Die gekochten Käferbohnen jetzt zum Schluss in die Suppe geben.

  4. Das gekochte, würfelig geschnittene Fleisch in die Suppe geben.

  5. Mit Suppenpulver, Salz und Pfeffer nach Wunsch nochmals abschmecken.

  6. Sollte die Suppe zu dick werden, nochmals mit Wasser nach eigenem Geschmack verlängern.

  7. Gut durchmischen und das Ritschert ist fertig!

Rezept-Anmerkungen

 

Mahlzeit & guten Appetit!

 

 

Ein wunderbares Rezept, in dem du auch Selchfleisch verwenden kannst, sind die Tiroler Speckknödeln. Probier sie doch mal aus.


Quellen:

  • Wikipedia: Artikel „Ritschert“
  • Heinz Dieter Pohl: „Deutsch-Slowenische und Slowenisch-Deutsche Lehnbeziehungen als Spiegel der Kulturgeschichte (gezeigt an Speisenbezeichnungen) ISBN 3-7001-3399-5

Krautrouladen oder auch Kohlrouladen genannt sind eine weitere tolle Möglichkeit, aus dem Herbst-/Wintergemüse Weißkraut (Weißkohl) eine herrliche Speise zuzubereiten. Ich bin ja ein Fan von Weißkraut/Weißkohl. Nämlich weil es als saisonales und regionales Gemüse für die entsprechende Vitaminversorgung in der kälteren Jahreszeit sorgt. Und außerdem ist es günstig und sehr gut haltbar.

Diese traditionellen österreichischen Krautrouladen sind mit zwei Sorten Faschiertem gemacht. Außerdem wird das Faschierte nicht roh in die Krautblätter eingeschlagen. Stattdessen wird es mit den anderen Zutaten angeröstet und fast fertig gekocht in die Rouladen gegeben. Dadurch erhalten die Rouladen den besonders würzigen Geschmack, auf den ich persönlich besonderen Wert lege.

Übrigens gibt es eine weitere Variante, wie du den luftgetrockneten Speck bei den Rouladen verwenden kannst. Du mischt nicht die Würfel unter die Fülle, sondern brätst Speckstreifen an und legst sie auf die fertigen Kohlrouladen.

Außerdem ist es auch wichtig, dass du luftgetrockneten und nicht geräucherten Speck verwendest, weil dies einen geschmacklichen Unterschied ergibt.

Probier es doch aus und lass mich wissen, wie es dir schmeckt.

KRAUTROULADEN NACH OMAS ART
Vorbereitungszeit
20 Min.
Zubereitungszeit
50 Min.
Gesamtzeit
1 Std. 10 Min.
 

Krautrouladen/Kohlrouladen brauchen zwar ein bißchen Zeit, schmecken aber umso besser und harmonieren toll mit Kartoffelpüree. 

Gericht: Hauptspeise
Region: Österreichisch
Stichwort: Kohlrouladen, Krautrouladen
Portionen: 6 Personen
Zutaten
für die Krautrouladen:
  • 1 Kopf Weißkraut/Weißkohl am besten Braunschweigerkraut
  • 50 g Speck luftgetrocknet und gewürfelt oder in Streifen geschnitten
  • 500 g Faschiertes vom Rind
  • 200 g Faschiertes vom Schwein
  • 400 g Langkorn-Reis 10 Min. vorgekocht
  • 1/2 TL Thymian
  • 1 EL Majoran
  • 1 1/2 TL Salz
  • Pfeffer
  • 4 Zehen Knoblauch gehackt
  • 1 große Zwiebel gehackt
  • 50 g Margarine
  • etwas Öl
  • 1/4 l Gemüsesuppe
für das extra Kraut aus den kleineren Krautblättern:
  • 1 nußgroßes Stück Butter
  • etwas Öl
  • 1 EL Kümmel
  • 1 Zehe Knoblauch zerdrückt
  • Pfeffer nach Geschmack
  • Salz nach Geschmack
  • 1/4 l Wasser
Anleitungen
Die Vorbereitung:
  1. Den Reis für 10 Minuten vorkochen.

  2. Den Speck leicht braun anrösten und das Fett auffangen. In diesem Fett werden später die Zwiebel angeröstet.

  3. Die Zwiebel und den Knoblauch hacken.

  4. Vom Weißkraut den Strunk herausschneiden und den gesamten Krautkopf in kochendes Salzwasser geben.

  5. Nach ein paar Minuten lassen sich so die äußeren Blätter sehr leicht lösen. Die abgelösten Blätter abtropfen lassen.

  6. Für die Rouladen am besten die größeren und mittelgroßen Blätter verwenden. 

    Die kleineren Blättern in Streifen schneiden und extra wie unten beschrieben zubereiten.

Die Fülle:
  1. Das Fett vom angerösteten Speck erhitzen und eventuell noch etwas Öl zugeben. Darin den Zwiebel leicht braun anrösten.

  2. Das Faschierte zu den Zwiebeln geben und anrösten.

  3. Das Faschierte mit 1 1/2 TL Salz und Pfeffer würzen und schön braun anrösten.

  4. Nun den Knoblauch, Majoran und Thymian zugeben. Gut durchmischen und nach Geschmack nachwürzen. Noch für ein paar Minuten rösten.

  5. Zum Schluß den Reis und die angebratenen Speckwürfel untermischen. Wenn du den Speck in Streifen geschnitten hast, dann diese extra anrösten und erst zum Schluß auf die fertigen Kohlrouladen legen.

Die Rouladen fertigstellen:
  1. Entweder ein großes oder 2 kleinere Krautblätter pro Roulade nehmen. Die dicken Krautrippen mit einem Fleischklopfer flach klopfen.

  2. Etwas vom Faschierten in die Mitte des Krautblattes geben. Das Krautblatt seitlich einschlagen und dann einrollen.

  3. Die Roulade am besten mit Zahnstocher fixieren.

  4. In einem Topf die Margarine zergehen lassen. Die Rouladen in den Topf legen und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten braun anrösten.

  5. Mit ungefähr 1/4 l Gemüsesuppe vorsichtig aufgießen. Die Temperatur reduzieren und die Rouladen bei niedriger Temperatur weich dünsten.

  6. Wenn die Rouladen fertig sind und du Zahnstocher zur Fixierung verwendet hast, diese vor dem Anrichten wieder entfernen.

Die Sauce:
  1. Die Rouladen aus dem Topf nehmen und ein kleines Stück kalte Butter in den Bratsatz geben. Die Butter zergehen lassen.

  2. Mit etwas Wasser aufgießen und ein wenig einkochen lassen.

Die übrig gebliebenen kleineren Krautblätter:
  1. Wenn man das restliche Kraut nicht für etwas anderes verwenden will wie zum Beispiel Krautfleckerl, dann bietet sich folgendes an:

  2. Das restliche Kraut grob schneiden. Etwas Öl und ein nußgroßes Stück Butter erhitzen und die Krautstreifen dazugeben. Mit 1 EL Kümmel und Pfeffer würzen und zugedeckt dünsten lassen beziehungsweise anrösten.

  3. Etwas zerdrückten Knoblauch dazugeben und gut umrühren. Weiter rösten und dabei immer wieder umrühren. Nach Geschmack salzen.

  4. Mit ungefähr 1/4 l Wasser aufgießen. Die Temperatur zurückschalten und das Kraut zugedeckt noch etwas dünsten bist es weich ist.

Anrichten:
  1. Die von den Zahnstochern befreiten Krautrouladen mit dem extra zubereiteten kleinen Krautstücken anrichten.

Rezept-Anmerkungen

Als Beilage passt Kartoffelpüree oder Salzkartoffeln perfekt dazu.

 

Mahlzeit & guten Appetit!

 

 

Falls du noch mehr Lust auf Weißkraut/Weißkohl hast, probier doch gerne mal die Krautfleckerl aus.


Dieses Rezept für Tiroler Speckknödel ist einfach und geht schnell.

Da es wieder von meiner Mutter kommt, wird auch in „Faust“-Masseinheiten gerechnet. Alternativ kannst du wohl auch mit 2-3 EL pro Faust rechnen. Einfach darauf achten, dass du nicht zu viel Mehl in die Knödelmasse gibst, da die Knödel sonst zu fest werden.

Toll an Knödeln ist ja, dass sie nicht nur gut schmecken, sondern es sich auszahlt gleich mehr davon zu machen. Sie können nämlich sehr gut eingefroren werden. Über Dampf lassen sie sich super flaumig aufwärmen und schon hast du wieder eine schmackhafte Speise.

Die Tiroler Speckknödel passen perfekt zu Sauerkraut oder Krautsalat. Aber auch einfach in ein wenig Fett angeröstet, sind sie eine rasch zubereitete Mahlzeit.

Ich wünsche dir gutes Gelingen.

TIROLER SPECKKNÖDEL
Gesamtzeit
50 Min.
 
Gericht: Hauptspeise
Region: Österreichisch
Portionen: 6
Zutaten
  • 250 g Knödelbrot (oder Semmelwürfel)
  • 50 g luftgetrockneter Speck kleinwürfelig geschnitten
  • 150 g Selchfleisch (Geselchtes/geräuchertes Schweinefleisch) gekocht und kleinwürfelig geschnitten
  • 1 mittlere Zwiebel gehackt
  • 1/4 l Milch
  • 3 Eier
  • Petersilie gehackt
  • 3-4 Faust Mehl
  • 1 1/2 TL Salz
Anleitungen
  1. Die Semmelwürfel mit der Milch übergießen, gut durchmischen und stehen lassen.

  2. Währenddessen den Speck auslassen, das heißt in der heißen Pfanne so lange braten, bis die Speckwürfel leicht braun sind. 

  3. Die angerösteten Speckwürfel mit einem Sieb abseihen und das Fett auffangen, denn darin werden dann die Zwiebelstücke angeröstet. Die angerösteten Speckwürfel auf die Semmelmasse geben.

  4. Das kleingeschnittene Selchfleisch ebenfalls auf die Semmelmasse geben.

  5. Im Fett der Speckwürfel die gehackten Zwiebelstücke anrösten. Wenn der Zwiebel eine schöne braune Farbe hat, gehackte Petersilie dazugeben und ganz kurz mitrösten. 

  6. Auch die Zwiebel-Petersil-Mischung auf die Semmelmasse geben.

  7. Die 3 Eier versprudeln und 1 ½ TL Salz dazugeben. Die Eiermischung ebenfalls auf die Semmelmasse geben und jetzt alles gut durchmischen. 

  8. Ein paar Minuten stehen lassen. 

  9. Zum Schluss das Mehl untermischen, bis eine schöne Knödelmasse entsteht. Daraus größere Knödel formen. Das funktioniert am besten mit angefeuchteten Händen.

  10. Die Knödel in leicht kochendem Salzwasser so lange kochen bis sie oben schwimmen (dauert ungefähr 15 Minuten). Falls die Knödel ein wenig am Kochtopf-Boden kleben bleiben sollten, einfach mit dem Kochlöffel vorsichtig lösen.

  11. Die Knödel aus dem Wasser heben und abtropfen lassen.

Rezept-Anmerkungen

Am besten passt zu den deftigen Knödeln ein gschmackiges Sauerkraut oder ein Krautsalat.

 

Mahlzeit & guten Appetit!

 


Wenn die Schwammerl im Wald sprießen ist die ideal Zeit für dieses würzige Schwammerlgulasch-Rezept. In diesem Fall wurden nur Eierschwammerl verwendet, da sie als erstes im Jahr gesammelt werden können.

SCHWAMMERLGULASCH
Zubereitungszeit
45 Min.
Gesamtzeit
45 Min.
 
Gericht: Hauptspeise
Region: Österreichisch
Stichwort: Eierschwammerl
Portionen: 4 Personen
Zutaten
  • Schwammerl in diesem Fall Eierschwammerl
  • 1,5 Zwiebel fein gehackt
  • 4 dag Speck luftgetrocknet, gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe zerdrückt
  • 1 EL Paprikapulver edelsüß
  • 1 TL Paprikapulver scharf
  • 125 g Creme fraiche
  • Petersilie nach Geschmack
  • Ein paar Tropfen Zitronensaft
  • Öl für die Pfanne
Wasser-Essig-Mischung
  • 1/4 L Wasser
  • 1 EL Rotweinessig
Wasser-Mehl-Mischung
  • 1/4 L Wasser
  • 1-2 EL Mehl
zum Abschmecken
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Prise Gemüse-Suppenpulver
Anleitungen
  1. Speck würfeln und anrösten. Den Speck wieder aus der Pfanne nehmen. 

  2. Zum verbliebene Speckfett nochmals etwas Öl dazugeben. Darin den gehackten Zwiebel anrösten bis er hellbraun ist. 

  3. ¼ l Wasser mit 1 EL Rotweinessig vermischen und bereitstellen. 

  4. Beide Paprikapulver zum gerösteten Zwiebel dazugeben und nur ganz kurz anrösten. 

  5. Den ganz kurz angerösteten Paprika mit der Essig-Wasser-Mischung ablöschen.

  6. Schwammerl und den gerösteten Speck dazugeben und alles gut durchrühren. Mit Salz und Pfeffer sowie 1 Prise Suppenpulver würzen. Dann die gehackte Petersilie dazugeben. 

  7. Frische Eierschwammerl lassen viel Wasser. Daher die Schwammerl solange dünsten bis das Wasser verdunstet ist.

  8. ¼ l Wasser mit 1-2 EL Mehl abrühren und in die Schwammerlmasse gut einrühren. 

  9. Creme fraiche einrühren und die Sauce ungefähr 10 Minuten leicht dünsten.

  10. Zum Schluss den zerdrückten Knoblauch und ein paar Tropfen Zitronensaft dazugeben und bei Bedarf nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Rezept-Anmerkungen

Variante:

a) Anstelle von Mehl-Wasser-Gemisch kann eine helle Einmach bereitet werden.

b) Anstelle von Creme fraiche kann man Sauerrahm nehmen.

 

Zum Schwammerlgulasch passen gekochte Kartoffel oder Serviettenknödel sehr gut.

 

Mahlzeit & Guten Appetit

Ein weiteres Schwammerlrezept habe ich noch für dich: probier doch mal die Gerösteten Eierschwammerl – sie sind einfach wunderbar.