Gefüllte Paprika mit einer wunderbaren Paradeissauce. Sie schmecken nach Sommer und machen gute Laune.

Paradeiser heißen die Tomaten im süddeutschen und österreichischen Raum. Auch wenn die Bezeichnung Tomate sich immer mehr durchsetzt.

Das besondere an diesem Rezept ist, dass das faschierte Fleisch angeröstet wird, bevor die Paprika damit gefüllt werden. Dadurch entsteht auch der würzige Geschmack der Paprikafülle.

Dieses Rezept stammt von meiner Großmutter. Und meine Großmutter legte schon immer Wert auf höchste Fleischqualität. Natürlich hat sie das auch bei faschiertem Fleisch nicht anders gehandhabt. Der Fleischer musste es immer vor ihren Augen frisch faschieren.

Natürlich mussten die Paprika ebenso frisch sein. Und wie meine Großmutter, bevorzuge auch ich die gelben und roten Paprika. Ganz einfach weil sie ein wenig süßer schmecken als die grünen. Meiner Meinung nach, harmoniert das noch besser mit dem Geschmack der Paradeissauce.

Wenn in meiner Familie gefüllte Paprika gekocht werden, dann gleich mal in einer größeren Menge. Da die Zubereitung doch ein wenig Zeit beansprucht macht es Sinn, gleich mal mehr davon zu machen.

Die fertigen Paprika und die Sauce lassen sich auch sehr gut einfrieren.

Ich wünsche dir gutes Gelingen.

GEFÜLLTE PAPRIKA MIT PARADEISSAUCE
Vorbereitungszeit
40 Min.
Kochzeit
55 Min.
Gesamtzeit
1 Std. 35 Min.
 
Gericht: Hauptspeise
Stichwort: aufwendig, Faschiertes, Paprika, Paradeissauce, Sauce, Tomatensauce
Portionen: 10 Paprika
Zutaten
  • 10 große Paprika
FÜLLE
  • 600 g faschiertes Rindfleisch mager
  • 400 g faschiertes Schweinefleisch mager
  • 1 Zwiebel groß
  • 1 Schale Reis Langkorn
  • 2 TL Salz
  • 2 TL Pfeffer
  • 2 EL Majoran gerebelt
  • 1/2 TL Thymian gerieben
  • 3 Zehen Knoblauch gehackt
  • 1 Schale Wasser
  • Öl zum Anrösten (Sonnenblumenöl)
PARADEISSAUCE (Tomatensauce)
  • 1 Liter Wasser
  • 2 Pkg. Tomatenmark tiefgefroren, je 300g
  • 2 TL Salz
  • 4 EL Zucker
  • 2 EL Rotweinessig
  • 2 Schalen Wasser
EINBRENN (Mehlschwitze)
  • 2 EL Butter oder Margarine
  • 3 EL Mehl
Anleitungen
  1. Von den Paprika die Stengel rund ausschneiden. Die Kerne vom ausgeschnittenen Paprikadeckel wegschneiden und aus dem leeren Paprika rausholen. Paprika waschen.
Zubereitung der Fülle:
  1. Reis ungefähr 10 Minuten vorkochen.

  2. Zwiebel fein hacken und in etwas (Sonnenblumen-)Öl goldbraun anrösten.

  3. Das Faschierte dazugeben und ebenfalls anrösten.

  4. Mit Salz und Pfeffer würzen und 1 Schale Wasser dazugeben.

  5. Wenn die Flüssigkeit vom Fleisch aufgesogen wurde, das Faschierte noch gut durchrösten bis es braun wird.

  6. Den gehackten Knoblauch und Majoran untermischen. 

  7. Zum Schluss den vorgekochten Reis untermischen. Eventuell die Fülle nochmals mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

  8. Die Paprika mit der Fülle so füllen, dass der Paprikadeckel wieder aufgesetzt werden kann.
Zubereitung Tomatensauce:
  1. Einen größeren Topf nehmen in den die Paprika passen. Sie werden später in der Paradeissauce weichgedünstet.

  2. Das Wasser in den Topf geben und die gefrorenen Tomatenmark-Würfel, Salz, Zucker sowie den Rotweinessig dazugeben. 

  3. Wenn das Tomatenmark zergangen ist, eventuell nach Geschmack noch Zucker und Essig beigeben.

Fertigstellung:
  1. Die gefüllten Paprika in den Topf mit der Tomatensauce reinstellen. 

  2. Mit geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze 45 Minuten leicht köchelnd weichkochen.

  3. Die Paprika aus der Sauce nehmen und kurz beiseite stellen.

Zubereitung der Einbrenn (Mehlschwitze) für die Paradeissauce:
  1. 2 gehäuften EL Butter oder Margarine erhitzen und darin 3 EL Mehl so lange anrösten bis die Einbrenn braun wird. 

  2. Die Einbrenn mit der Tomatensauce unter ständigem Rühren aufgießen. 

  3. Damit die Sauce nicht zu dick wird, ungefähr 2 Schalen Wasser und eventuell noch 1 EL Zucker dazugeben (je nach Geschmack) und unter Rühren weitere 10 Minuten köcheln lassen.

  4. Die Sauce mit dem – oder auch mehreren 😉 – gefüllten Paprika auf dem Teller anrichten.

Rezept-Anmerkungen

 

Mahlzeit & Guten Appetit!

Übrigens:
ein weiteres großartiges Gericht aus dem Rezeptfundus meiner Oma mit Faschiertem und Gemüse sind Krautrouladen nach Omas Art. Feine Hausmannskost die schmeckt und besonders in die kühleren Jahreszeit passt.


Der Kärntner Reindling ist ein traditionelles Gebäck, dass zu Ostern bei keiner Osterjause fehlen darf.

Mit Zimt, Zucker und Rosinen passt er – erstaunlicherweise – sehr gut zu den salzigen und würzigen Speisen und zum Osterschinken. Für manche ist es sicherlich eine ungewöhnliche Vorstellung, ein süßes Gebäck zu Fleisch und Würstel zu essen. Aber im südlichsten Bundesland Österreichs ist dies Tradition zu Ostern. Und für jede Kärntnerin und jeden Kärntner kommt Brot als Beilage einfach nicht in Frage.

Bei anderen Gelegenheiten unterm Jahr, wenn der Kärntner Reindling serviert wird, passt er perfekt als süße Beilage zu Kaffee oder anderen Milchgetränken.

Der Name „Reindling“ kommt ursprünglich von der Backform. Denn das ist ein einfacher runden Topf, das sogenannte „Reindl“.

Aber heutzutage bäckt man ihn auch sehr gerne in der wohl optisch etwas schöneren Gugelhupf-Form.

Für welche Backform du dich auch immer entscheidest, für die Herstellung des Reindlings und insbesondere des Germteiges ist das A und O, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben. Und der Teig genügend Zeit hat aufzugehen. Das funktioniert am besten an einem warmen Ort, etwa im Backrohr, auf der Fensterbank oder auch am Heizkörper. Einfach den Teig zudecken und abwarten.

In einigen Rezepten für den Reindling kommen auch geriebene Walnüsse in die Fülle. Aber in diesem Rezept meiner Mutter ist diese Zutat nicht enthalten.

KÄRNTNER REINDLING
Gericht: Nachspeise
Region: Österreichisch
Portionen: 3 Gugelhupfe
Zutaten
Für den Teig:
  • 1 kg Mehl Universal
  • 2 TL Salz
  • 2 EL Anis
  • 500 ml lauwarme Milch
  • 200 g zerlassene Margarine
  • 200 g Kristallzucker
  • 2 Schuß Rum
  • 2 ganze Eier
  • etwas Zitronenschale
  • etwas Orangenschale
Für die Fülle:
  • Rosinen
  • Zimt
  • Kristallzucker
Für das DAMPFL werden die Zutaten, mit Ausnahme von der Germ, von der Teiggesamtmenge weggenommen
  • 6 EL Milch
  • 3 EL Mehl
  • 1 EL Zucker
  • 40 g Germ (Hefe)
Anleitungen
DAS DAMPFL HERSTELLEN:
  1. In die Milch das Mehl, den Zucker und die zerbröselte Germ einrühren und so lange rühren, bis eine glatte Masse entsteht.

  2. Das Dampfl in das vorgewärmte Rohr mit nicht mehr als 30 °C stellen und aufgehen lassen. Das dauert ungefähr 30 Minuten.

DEN TEIG HERSTELLEN:
  1. Mehl, Salz und Anis in der Rührschüssel vermischen. Den Teig ein wenig zur Seite schieben.

  2. In diese Einbuchtung kommt die lauwarme Milch, die zerlassene Margarine, der Zucker, der Rum, die Eier sowie die Zitronen- und Orangenschale. Diese Masse mit einem Schneebesen gut vermischen. 

  3. Dann diese Masse mit dem restlichen Mehl-Gemisch vermischen.

  4. Nun kommt das Dampfl auf die Masse.

  5. Dann mit dem Knethaken zunächst alles gut verrühren. Danach den Teig so lange kneten, bis sich der Teig von der Schüssel und dem Knethaken löst. Dafür muss man immer wieder etwas extra Mehl dazugeben, untermischen und weiter kneten. Der Teig ist fest genug und glatt, wenn er nicht mehr am Finger kleben bleibt. Dann muss man ihn nur noch so lange kneten bis er sich schließlich vom Gefäß und Knethaken löst.

  6. Den Teig aus der Knetform rausnehmen und die Knetform bemehlen. Den Teig wieder in die Knetform geben, bemehlen und zugedeckt aufgehen lassen.

  7. Den Teig aus der Knetform nehmen und ausrollen.

  8. Den ausgerollten Teig zuerst mit Zimt, dann mit Kristallzucker und zum Schluß mit Rosinen bestreuen.

  9. Den Teig zu einer Rolle einrollen.

  10. Die Gugelhupf-Formen mit Butter ausstreichen und bemehlen.

  11. Die Teigrolle den 3 Gugelhupf-Formen entsprechend in 3 Teile schneiden und in die jeweilige Gugelhupf-Form legen.

  12. Den Teig in den Backformen in das leicht angewärmten Backrohr geben und dort nochmals zugedeckt aufgehen lassen.

  13. Die Teigformen aus dem Backrohr nehmen. Das Backrohr auf 180 °C vorheizen.

  14. Die Reindlinge ins vorgeheizte Rohr geben und für insgesamt circa 45 – 60 Minuten backen. Nach circa 10 Minuten Backzeit, wenn die Oberseite bereits etwas braun geworden ist, den Teig mit Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird.

  15. Nach 30 Minuten die Temperatur auf 170 °C reduzieren und die Reindlinge noch ungefähr 15 – 30 Minuten fertig backen. 

  16. Die Reindlinge aus den Formen stürzen und fertig!

Rezept-Anmerkungen

 

Für die Osterjause wird der Kärntner Reindling ohne Zucker bestreut serviert.

 

Mahlzeit & guten Appetit!

 


Das ist ein besonderes Rezept für Eierkren in meiner Familie. Diesen Eierkren gibt es auch nur zu Ostern. In diesem Rezept kombinierst du hartgekochte Eier mit Kürbiskernöl, frisch geriebenem Kren und Essig. Daraus entsteht diese tolle Beilage zur Osterjause und zum Osterschinken.

Du solltest den Eierkren am besten schon am Abend des Vortages zubereiten. So kann er gut durchziehen und hat genügend Zeit seinen Geschmack zu entfalten.

Der Eierkren wird wie ein Salat gemacht und du kannst natürlich die Zutatenmengen für die Marinade deinem Geschmack entsprechend anpassen.

EIERKREN mit Kürbiskernöl zum Osterschinken
Vorbereitungszeit
10 Min.
Zubereitungszeit
10 Min.
Gesamtzeit
20 Min.
 
Gericht: Beilage
Region: Slowenisch, Steirisch
Portionen: 6
Zutaten
  • 10 Eier, hart gekocht
  • 4-5 EL Kren, frisch gerieben
  • 4-5 EL Rotweinessig
  • 2 TL Zucker
  • 2 TL Salz
  • 5-7 EL Kürbiskernöl
  • ca. 1/4 l Wasser
Anleitungen
  1. Die Eier schälen, in Viertel schneiden und in eine Schüssel schlichten.

  2. Den fein geriebenen Kren über die Eier streuen.

  3. Aus den anderen Zutaten eine Marinade herstellen und diese über die Eier und den Kren gießen.

  4. Die Marinade und den Kren vorsichtig unter die Eier heben.

  5. Den Eierkren für einige Stunden stehen lassen damit er gut durchzieht.

  6. Fertig!

Rezept-Anmerkungen

 

Mahlzeit & guten Appetit!

 


Krautrouladen oder auch Kohlrouladen genannt sind eine weitere tolle Möglichkeit, aus dem Herbst-/Wintergemüse Weißkraut (Weißkohl) eine herrliche Speise zuzubereiten. Ich bin ja ein Fan von Weißkraut/Weißkohl. Nämlich weil es als saisonales und regionales Gemüse für die entsprechende Vitaminversorgung in der kälteren Jahreszeit sorgt. Und außerdem ist es günstig und sehr gut haltbar.

Diese traditionellen österreichischen Krautrouladen sind mit zwei Sorten Faschiertem gemacht. Außerdem wird das Faschierte nicht roh in die Krautblätter eingeschlagen. Stattdessen wird es mit den anderen Zutaten angeröstet und fast fertig gekocht in die Rouladen gegeben. Dadurch erhalten die Rouladen den besonders würzigen Geschmack, auf den ich persönlich besonderen Wert lege.

Übrigens gibt es eine weitere Variante, wie du den luftgetrockneten Speck bei den Rouladen verwenden kannst. Du mischt nicht die Würfel unter die Fülle, sondern brätst Speckstreifen an und legst sie auf die fertigen Kohlrouladen.

Außerdem ist es auch wichtig, dass du luftgetrockneten und nicht geräucherten Speck verwendest, weil dies einen geschmacklichen Unterschied ergibt.

Probier es doch aus und lass mich wissen, wie es dir schmeckt.

KRAUTROULADEN NACH OMAS ART
Vorbereitungszeit
20 Min.
Zubereitungszeit
50 Min.
Gesamtzeit
1 Std. 10 Min.
 

Krautrouladen/Kohlrouladen brauchen zwar ein bißchen Zeit, schmecken aber umso besser und harmonieren toll mit Kartoffelpüree. 

Gericht: Hauptspeise
Region: Österreichisch
Stichwort: Kohlrouladen, Krautrouladen
Portionen: 6 Personen
Zutaten
für die Krautrouladen:
  • 1 Kopf Weißkraut/Weißkohl am besten Braunschweigerkraut
  • 50 g Speck luftgetrocknet und gewürfelt oder in Streifen geschnitten
  • 500 g Faschiertes vom Rind
  • 200 g Faschiertes vom Schwein
  • 400 g Langkorn-Reis 10 Min. vorgekocht
  • 1/2 TL Thymian
  • 1 EL Majoran
  • 1 1/2 TL Salz
  • Pfeffer
  • 4 Zehen Knoblauch gehackt
  • 1 große Zwiebel gehackt
  • 50 g Margarine
  • etwas Öl
  • 1/4 l Gemüsesuppe
für das extra Kraut aus den kleineren Krautblättern:
  • 1 nußgroßes Stück Butter
  • etwas Öl
  • 1 EL Kümmel
  • 1 Zehe Knoblauch zerdrückt
  • Pfeffer nach Geschmack
  • Salz nach Geschmack
  • 1/4 l Wasser
Anleitungen
Die Vorbereitung:
  1. Den Reis für 10 Minuten vorkochen.

  2. Den Speck leicht braun anrösten und das Fett auffangen. In diesem Fett werden später die Zwiebel angeröstet.

  3. Die Zwiebel und den Knoblauch hacken.

  4. Vom Weißkraut den Strunk herausschneiden und den gesamten Krautkopf in kochendes Salzwasser geben.

  5. Nach ein paar Minuten lassen sich so die äußeren Blätter sehr leicht lösen. Die abgelösten Blätter abtropfen lassen.

  6. Für die Rouladen am besten die größeren und mittelgroßen Blätter verwenden. 

    Die kleineren Blättern in Streifen schneiden und extra wie unten beschrieben zubereiten.

Die Fülle:
  1. Das Fett vom angerösteten Speck erhitzen und eventuell noch etwas Öl zugeben. Darin den Zwiebel leicht braun anrösten.

  2. Das Faschierte zu den Zwiebeln geben und anrösten.

  3. Das Faschierte mit 1 1/2 TL Salz und Pfeffer würzen und schön braun anrösten.

  4. Nun den Knoblauch, Majoran und Thymian zugeben. Gut durchmischen und nach Geschmack nachwürzen. Noch für ein paar Minuten rösten.

  5. Zum Schluß den Reis und die angebratenen Speckwürfel untermischen. Wenn du den Speck in Streifen geschnitten hast, dann diese extra anrösten und erst zum Schluß auf die fertigen Kohlrouladen legen.

Die Rouladen fertigstellen:
  1. Entweder ein großes oder 2 kleinere Krautblätter pro Roulade nehmen. Die dicken Krautrippen mit einem Fleischklopfer flach klopfen.

  2. Etwas vom Faschierten in die Mitte des Krautblattes geben. Das Krautblatt seitlich einschlagen und dann einrollen.

  3. Die Roulade am besten mit Zahnstocher fixieren.

  4. In einem Topf die Margarine zergehen lassen. Die Rouladen in den Topf legen und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten braun anrösten.

  5. Mit ungefähr 1/4 l Gemüsesuppe vorsichtig aufgießen. Die Temperatur reduzieren und die Rouladen bei niedriger Temperatur weich dünsten.

  6. Wenn die Rouladen fertig sind und du Zahnstocher zur Fixierung verwendet hast, diese vor dem Anrichten wieder entfernen.

Die Sauce:
  1. Die Rouladen aus dem Topf nehmen und ein kleines Stück kalte Butter in den Bratsatz geben. Die Butter zergehen lassen.

  2. Mit etwas Wasser aufgießen und ein wenig einkochen lassen.

Die übrig gebliebenen kleineren Krautblätter:
  1. Wenn man das restliche Kraut nicht für etwas anderes verwenden will wie zum Beispiel Krautfleckerl, dann bietet sich folgendes an:

  2. Das restliche Kraut grob schneiden. Etwas Öl und ein nußgroßes Stück Butter erhitzen und die Krautstreifen dazugeben. Mit 1 EL Kümmel und Pfeffer würzen und zugedeckt dünsten lassen beziehungsweise anrösten.

  3. Etwas zerdrückten Knoblauch dazugeben und gut umrühren. Weiter rösten und dabei immer wieder umrühren. Nach Geschmack salzen.

  4. Mit ungefähr 1/4 l Wasser aufgießen. Die Temperatur zurückschalten und das Kraut zugedeckt noch etwas dünsten bist es weich ist.

Anrichten:
  1. Die von den Zahnstochern befreiten Krautrouladen mit dem extra zubereiteten kleinen Krautstücken anrichten.

Rezept-Anmerkungen

Als Beilage passt Kartoffelpüree oder Salzkartoffeln perfekt dazu.

 

Mahlzeit & guten Appetit!

 

 

Falls du noch mehr Lust auf Weißkraut/Weißkohl hast, probier doch gerne mal die Krautfleckerl aus.


Dieses Rezept hier ist für Krautfleckerl vegetarisch und quasi das Basisrezept. Mit einem feinen gemischten Salat dazu hast du eine tolle Speisenkombination.

Du kannst aber natürlich auch angebratene Speckwürfel oder Schinken untermischen. Oder gebratene Würstchen dazu servieren.

Speziell für Kinder bietet es sich an, die Würstchen einzuschneiden und zum Beispiel als „Würstchen-Kraken“ auf dem Teller zu platzieren. Das zaubert ihnen normalerweise ein Lächeln ins Gesicht :-).

Krautfleckerl sind einfach zu machen. Und das Wintergemüse Weißkraut, mit all seinen wichtigen Vitaminen, kannst du damit super verarbeiten.

Eine preisgünstige, einfache österreichische Hausmannskost, die schmeckt.

Und jetzt noch eine Geschichte zu den Krautfleckerl

Krautfleckerl stammen ursprünglich aus Böhmen, wie so vieles in der Österreichischen oder Wiener Küche.

Und sie kommen auch in der Geschichte der „Die Tante Jolesch oder Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten“ des Wiener Schriftstellers Friedrich Torberg vor. So war Tante Jolesch berühmt für ihre ausgezeichneten Krautfleckerl, deren Rezept sie allerdings nie verriet. Erst am Sterbebett gestand Tante Jolesch, auf die Frage ihrer Lieblingsnichte Luise:

„Tante – ins Grab kannst du das Rezept ja doch nicht mitnehmen. Willst du es uns nicht hinterlassen? Willst du uns nicht endlich sagen, wieso deine Krautfleckerln immer so gut waren?“

Die Tante Jolesch richtete sich mit letzter Kraft ein wenig auf: “ Weil ich nie genug gemacht hab…“

Sprach´s, lächelte und verschied.

Auszug aus „Die Tante Jolesch oder Der Untergang des Wiener Abendlandes in Anekdoten“ von Friedrich Torberg

KRAUTFLECKERL – VEGETARISCHES BASISREZEPT
Vorbereitungszeit
10 Min.
Zubereitungszeit
40 Min.
Gesamtzeit
50 Min.
 
Gericht: Hauptspeise
Region: Österreichisch
Portionen: 6
Zutaten
  • 1 Kopf Winter-Weißkraut
  • 1 1/2 TL Salz
  • 1 Prise Kümmel gemahlen
  • 300 g Fleckerlnudeln
  • 1 gehäufter EL Öl oder Margarine
  • 1 1/2 EL Kristallzucker
  • 2 Zwiebeln gehackt
  • 3 große Knoblauchzehen gehackt
  • 2 EL Rotweinessig
  • Pfeffer nach Geschmack
  • Salz bzw. Suppenwürze nach Geschmack
  • Wasser zum Aufgrießen
Anleitungen
Das Weißkraut vorbereiten:
  1. Den Strunk und die dicken Rippen der Weißkraut-Blättern entfernen und das Kraut in Streifen schneiden.

  2. Mit Salz und gemahlenem Kümmel gut durchmischen und für einige Minuten stehen lassen.

Die Nudeln:
  1. Die Fleckerlnudeln nach Packungsanleitung bissfest kochen.

Die Zubereitung der Krautfleckerl:
  1. Die Margarine bzw. das Öl heiß werden lassen, den Kristallzucker dazugeben und den Zucker karamellisieren, d.h. schön braun anrösten.

    Zucker karamellisiert
  2. Die gehackten Zwiebel zum karamellisierten Zucker geben und unter ständigem Rühren ebenfalls leicht rösten.

  3. Nun das geschnittene Kraut untermischen. Es verliert relativ viel Flüssigkeit, daher immer wieder umrühren und solange rösten bis das Kraut Farbe annimmt und ebenfalls braun wird. Das dauert ein wenig, aber gerade diese Röststoffe verleihen dem Kraut seinen guten Geschmack.

    Kraut hat Farbe angenommen
  4. Nun das Ganze mit Wasser aufgießen bis das Kraut bedeckt ist.

    Kraut mit Wasser bedecken
  5. Den gehackten Knoblauch sowie den Rotweinessig und Pfeffer nach Geschmack untermischen und das Kraut zugedeckt dünsten lassen bis es weich ist (dauert ungefähr 30 Minuten).

  6. Eventuell mit Salz oder Suppenwürze nochmals abschmecken.

  7. Die gekochten Nudeln untermischen.

  8. Fertig!

    Krautfleckerl auf einem Teller angerichtet mit einem gebratenen Würstchen
Rezept-Anmerkungen

Für Kinder lassen sich die Krautfleckerl mit gebratenen Würstchen noch aufpeppen, das macht ihnen sicherlich Spaß.

 

Mahlzeit & guten Appetit!

 

 

Hast du Lust auf weitere Weißkraut/Weißkohl-Rezepte? Dann probier doch einfach das Rezept für die Krautrouladen/Kohlrouladen aus. Schmecken original wie bei Oma.


Dieses Rezept für Tiroler Speckknödel ist einfach und geht schnell.

Da es wieder von meiner Mutter kommt, wird auch in „Faust“-Masseinheiten gerechnet. Alternativ kannst du wohl auch mit 2-3 EL pro Faust rechnen. Einfach darauf achten, dass du nicht zu viel Mehl in die Knödelmasse gibst, da die Knödel sonst zu fest werden.

Toll an Knödeln ist ja, dass sie nicht nur gut schmecken, sondern es sich auszahlt gleich mehr davon zu machen. Sie können nämlich sehr gut eingefroren werden. Über Dampf lassen sie sich super flaumig aufwärmen und schon hast du wieder eine schmackhafte Speise.

Die Tiroler Speckknödel passen perfekt zu Sauerkraut oder Krautsalat. Aber auch einfach in ein wenig Fett angeröstet, sind sie eine rasch zubereitete Mahlzeit.

Ich wünsche dir gutes Gelingen.

TIROLER SPECKKNÖDEL
Gesamtzeit
50 Min.
 
Gericht: Hauptspeise
Region: Österreichisch
Portionen: 6
Zutaten
  • 250 g Knödelbrot (oder Semmelwürfel)
  • 50 g luftgetrockneter Speck kleinwürfelig geschnitten
  • 150 g Selchfleisch (Geselchtes/geräuchertes Schweinefleisch) gekocht und kleinwürfelig geschnitten
  • 1 mittlere Zwiebel gehackt
  • 1/4 l Milch
  • 3 Eier
  • Petersilie gehackt
  • 3-4 Faust Mehl
  • 1 1/2 TL Salz
Anleitungen
  1. Die Semmelwürfel mit der Milch übergießen, gut durchmischen und stehen lassen.

  2. Währenddessen den Speck auslassen, das heißt in der heißen Pfanne so lange braten, bis die Speckwürfel leicht braun sind. 

  3. Die angerösteten Speckwürfel mit einem Sieb abseihen und das Fett auffangen, denn darin werden dann die Zwiebelstücke angeröstet. Die angerösteten Speckwürfel auf die Semmelmasse geben.

  4. Das kleingeschnittene Selchfleisch ebenfalls auf die Semmelmasse geben.

  5. Im Fett der Speckwürfel die gehackten Zwiebelstücke anrösten. Wenn der Zwiebel eine schöne braune Farbe hat, gehackte Petersilie dazugeben und ganz kurz mitrösten. 

  6. Auch die Zwiebel-Petersil-Mischung auf die Semmelmasse geben.

  7. Die 3 Eier versprudeln und 1 ½ TL Salz dazugeben. Die Eiermischung ebenfalls auf die Semmelmasse geben und jetzt alles gut durchmischen. 

  8. Ein paar Minuten stehen lassen. 

  9. Zum Schluss das Mehl untermischen, bis eine schöne Knödelmasse entsteht. Daraus größere Knödel formen. Das funktioniert am besten mit angefeuchteten Händen.

  10. Die Knödel in leicht kochendem Salzwasser so lange kochen bis sie oben schwimmen (dauert ungefähr 15 Minuten). Falls die Knödel ein wenig am Kochtopf-Boden kleben bleiben sollten, einfach mit dem Kochlöffel vorsichtig lösen.

  11. Die Knödel aus dem Wasser heben und abtropfen lassen.

Rezept-Anmerkungen

Am besten passt zu den deftigen Knödeln ein gschmackiges Sauerkraut oder ein Krautsalat.

 

Mahlzeit & guten Appetit!