Faschingskrapfen gehören zur Faschingszeit genauso wie das bunte Treiben der maskierten Menschen, die ausgelassen die fünfte Jahreszeit feiern. Aber was hat es mit den runden, süßen Hefeteigkugeln noch so auf sich? Woher kommen sie und was sind Berliner und Pfannkuchen?

1. Der Krapfen heißt nicht überall Krapfen.

In Österreich und Süddeutschland kennt man sie unter dieser Bezeichnung. Erst ab der Main-Linie in Deutschland nennt man die Krapfen dann Berliner. Und nur im Großraum Berlin heißen die Berliner wiederum Pfannkuchen. So, das wäre nun mal geklärt.

Wie auch immer sie im deutschsprachigen Raum genannt werden, es ist einfach ein Genuss, in dieses süße Germteig-Gebäck (wie der Hefeteig in Österreich genannt wird) zu beißen.

In der heutigen Zeit bekommt man Krapfen fast das ganze Jahr über, aber das war nicht immer so.

2. Was ist das Typische an Faschingskrapfen?

Typisch ist das Herausbacken der Krapfen in heißem Fett, also Schmalz, Butterschmalz oder Pflanzenöl. Und es ist gar nicht so einfach, den schönen weißen Ring bei den Krapfen hinzubekommen.

Der Trick für das perfekte „Ranftl“ ist, den Krapfen zu Beginn für 3 Minuten bei geschlossenem Deckel herauszubacken. Dann wird der Krapfen im heißen Fett umgedreht und ohne Deckel fertig gebacken.

Der traditionelle Wiener Faschingskrapfen besteht aus Germteig, ist rund, mit Marillenmarmelade gefüllt und mit Staubzucker bestreut.

3. Woher kommt der Krapfen? Die Legenden:

Es kursieren zwei Legenden, welche die Herkunft der Krapfen so erklären:

Da gibt es zunächst die österreichische Version:
Nämlich die humorige Geschichte von der Cäcilie (Cilli) Krapf. Es kursiert nach wie vor das Gerücht, dass diese angebliche Hofratsköchin irgendwann zwischen 1615 und 1690 die Namensgeberin für die Krapfen wäre.
Sie hätte aus Ärger einem ihrer Lehrbuben ein Stück Teig nachgeworfen, das allerdings im heißen Schmalz landete. Zunächst war sie der Meinung, das Teigstück wäre nun ungenießbar. Als die Frau Krapf aber das herausgebackene Stück doch probierte, war sie vom Geschmack sehr angetan. So wurden daraus die sogenannten Cillykugeln, die mit eingelegten Früchten gefüllt waren.

Und die deutsche Version lautet wie folgt:
1750 soll ein namentlich nicht bekannter Berliner Zuckerbäcker unter Friedrich dem Großen einen Hefeteig in Kanonenkugelform hergestellt haben. Diesen habe er dann, mangels eines Ofens, einfach in einem Kessel mit heißem Fett über dem offenen Feuer herausgebacken. Das Gebäck wurden dann „Berliner“ genannt, eben nach der Herkunft des Zuckerbäckers.

Beide Legenden sind jedoch nicht nachweisbar, wie das halt mit Legenden oft der Fall ist.

4.Woher kommt der Krapfen? Die wahre Geschichte:

Bewiesen ist, dass schon im alten Ägypten über offenem Feuer schneckenförmiges Gebäck in Fett schwimmend zubereitet wurde. Dies ist nämlich auf einer Darstellung von ungefähr 1200 vor Christus, der Zeit Ramses III., zu sehen.

Eine mögliche Quelle der heutigen Krapfen sind wohl die Römer. Denn diese haben schon Globuli (Kügelchen) hergestellt, die ein mit Honig und Mohn bestrichenes Fettgebäck waren. Dieses Gebäck fand wiederum seinen Weg nach Vindobona, wie das heutige Wien in römischer Zeit hieß. In Vindobona kam es an besonderen Festtagen auf den Tisch und wurde Chraphe genannt.

Im 9. Jahrhundert wurden sie in Wien nicht rund sondern wie Haken gebogen geformt und als Krapho (mittelhochdeutsch krapfe) bezeichnet.

Im 13. Jahrhundert gab es dann die eher derben Bauernkrapfen, die verschieden geformt waren. Je nach Lust und Laune –  rund, länglich oder gekrümmt.

Mit dieser Formenvielfalt war es allerdings 1486 mit der Wiener Köcheordnung vorbei. Denn darin wurde den sogenannten Krapffenpacherinnen genau angeordnet, wie sie ihre Krapffen herzustellen und zu verkaufen hatten.

Im 19. Jahrhundert waren Krapfen dann extrem teuer. Ein Stück dieses wertvollen Gebäcks kostete damals ungefähr 5 Kreuzer. Ein mehrgängiges Mittagessen bekam man allerdings schon für 12 Kreuzer.

5. Womit werden sie gefüllt?

In Österreich und Bayern sind Faschingskrapfen meist mit Staubzucker bestreut und mit Marillenmarmelade gefüllt.

Es gibt sie aber auch noch mit einer Fülle aus

  • Himbeermarmelade
  • Pudding
  • Nougat
  • Powidl
  • Vanille

Manche werden auch mit Zuckerglasur angeboten.

6. Warum werden in der Faschingszeit Krapfen serviert?

Insbesondere im Mittelalter empfahlen Mönche und Geistliche dem einfachen Volk, vor der bevorstehenden Fastenzeit besser die deutlich nährstoffreicheren Krapfen zu essen anstatt Brot. Die Fastenzeit wurde damals sehr streng eingehalten. Daher war es wichtig die Vorräte an Butter, Eier und Schmalz rechtzeitig aufzubrauchen. Und durch den Genuss der Craphun war einigermaßen sichergestellt, dass vor allem Kinder und Arme die Fastenzeit gut überstanden und nicht völlig geschwächt oder krank wurden.

In der Barockzeit kam dann die Marmelade in die Krapfen, denn zu jener Zeit war die Konfitüre besonders populär.

Und Anfang des 18. Jahrhunderts entstand das „Krapfenschießen“ in der Faschingszeit. Die Krapfen waren dabei die Belohnung für gute Ergebnisse bei den abgehaltenen Schießwettbewerben.

1815 war wohl DAS Jahr für die Krapfen. Angeblich wurden 10 Millionen der süßen Versuchungen im Laufe des Wiener Kongresses zu Munde geführt.

7. Wie ein echter Faschingskrapfen mit Marmeladefülle sein will…:

…das ist laut dem österreichischen Lebensmittelcodex Kapitel B 18 „Backerzeugnisse“, Absatz 62, gesetzlich geregelt und muss mindestens 15 % Marmeladefüllung – bezogen auf das Fertiggewicht des Krapfens – umfassen.

8. Und dann ist da noch die Sache mit den Kalorien…

Ein (kleines) Manko des Faschingskrapfen ist wohl seine Kalorienanzahl. Das süße Hefegebäck hat nämlich durchschnittlich 12 Gramm Fett und abhängig von der Größe zwischen 200 kcal und 400 kcal.

Aber das lässt sich ja mit ein wenig Sport wieder ausbügeln, nicht wahr.

Ich wünsche dir eine narrisch guate Zeit und genussvolle Krapfenmomente.

Quelle:
Wikipedia Artikel: Krapfen (Hefeteig)
Bundesministerium Nachhaltigkeit und Tourismus Artikel: Krapfen


Dieses Rezept hier ist für Krautfleckerl vegetarisch und quasi das Basisrezept. Mit einem feinen gemischten Salat dazu hast du eine tolle Speisenkombination.

Du kannst aber natürlich auch angebratene Speckwürfel oder Schinken untermischen. Oder gebratene Würstchen dazu servieren.

Speziell für Kinder bietet es sich an, die Würstchen einzuschneiden und zum Beispiel als „Würstchen-Kraken“ auf dem Teller zu platzieren. Das zaubert ihnen normalerweise ein Lächeln ins Gesicht :-).

Krautfleckerl sind einfach zu machen. Und das Wintergemüse Weißkraut, mit all seinen wichtigen Vitaminen, kannst du damit super verarbeiten.

Eine preisgünstige, einfache österreichische Hausmannskost, die schmeckt.

Und jetzt noch eine Geschichte zu den Krautfleckerl

Krautfleckerl stammen ursprünglich aus Böhmen, wie so vieles in der Österreichischen oder Wiener Küche.

Und sie kommen auch in der Geschichte der „Die Tante Jolesch oder Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten“ des Wiener Schriftstellers Friedrich Torberg vor. So war Tante Jolesch berühmt für ihre ausgezeichneten Krautfleckerl, deren Rezept sie allerdings nie verriet. Erst am Sterbebett gestand Tante Jolesch, auf die Frage ihrer Lieblingsnichte Luise:

„Tante – ins Grab kannst du das Rezept ja doch nicht mitnehmen. Willst du es uns nicht hinterlassen? Willst du uns nicht endlich sagen, wieso deine Krautfleckerln immer so gut waren?“

Die Tante Jolesch richtete sich mit letzter Kraft ein wenig auf: “ Weil ich nie genug gemacht hab…“

Sprach´s, lächelte und verschied.

Auszug aus „Die Tante Jolesch oder Der Untergang des Wiener Abendlandes in Anekdoten“ von Friedrich Torberg

KRAUTFLECKERL – VEGETARISCHES BASISREZEPT
Vorbereitungszeit
10 Min.
Zubereitungszeit
40 Min.
Gesamtzeit
50 Min.
 
Gericht: Hauptspeise
Region: Österreichisch
Portionen: 6
Zutaten
  • 1 Kopf Winter-Weißkraut
  • 1 1/2 TL Salz
  • 1 Prise Kümmel gemahlen
  • 300 g Fleckerlnudeln
  • 1 gehäufter EL Öl oder Margarine
  • 1 1/2 EL Kristallzucker
  • 2 Zwiebeln gehackt
  • 3 große Knoblauchzehen gehackt
  • 2 EL Rotweinessig
  • Pfeffer nach Geschmack
  • Salz bzw. Suppenwürze nach Geschmack
  • Wasser zum Aufgrießen
Anleitungen
Das Weißkraut vorbereiten:
  1. Den Strunk und die dicken Rippen der Weißkraut-Blättern entfernen und das Kraut in Streifen schneiden.

  2. Mit Salz und gemahlenem Kümmel gut durchmischen und für einige Minuten stehen lassen.

Die Nudeln:
  1. Die Fleckerlnudeln nach Packungsanleitung bissfest kochen.

Die Zubereitung der Krautfleckerl:
  1. Die Margarine bzw. das Öl heiß werden lassen, den Kristallzucker dazugeben und den Zucker karamellisieren, d.h. schön braun anrösten.

    Zucker karamellisiert
  2. Die gehackten Zwiebel zum karamellisierten Zucker geben und unter ständigem Rühren ebenfalls leicht rösten.

  3. Nun das geschnittene Kraut untermischen. Es verliert relativ viel Flüssigkeit, daher immer wieder umrühren und solange rösten bis das Kraut Farbe annimmt und ebenfalls braun wird. Das dauert ein wenig, aber gerade diese Röststoffe verleihen dem Kraut seinen guten Geschmack.

    Kraut hat Farbe angenommen
  4. Nun das Ganze mit Wasser aufgießen bis das Kraut bedeckt ist.

    Kraut mit Wasser bedecken
  5. Den gehackten Knoblauch sowie den Rotweinessig und Pfeffer nach Geschmack untermischen und das Kraut zugedeckt dünsten lassen bis es weich ist (dauert ungefähr 30 Minuten).

  6. Eventuell mit Salz oder Suppenwürze nochmals abschmecken.

  7. Die gekochten Nudeln untermischen.

  8. Fertig!

    Krautfleckerl auf einem Teller angerichtet mit einem gebratenen Würstchen
Rezept-Anmerkungen

Für Kinder lassen sich die Krautfleckerl mit gebratenen Würstchen noch aufpeppen, das macht ihnen sicherlich Spaß.

 

Mahlzeit & guten Appetit!

 

 

Hast du Lust auf weitere Weißkraut/Weißkohl-Rezepte? Dann probier doch einfach das Rezept für die Krautrouladen/Kohlrouladen aus. Schmecken original wie bei Oma.


Dieses Rezept für Tiroler Speckknödel ist einfach und geht schnell.

Da es wieder von meiner Mutter kommt, wird auch in „Faust“-Masseinheiten gerechnet. Alternativ kannst du wohl auch mit 2-3 EL pro Faust rechnen. Einfach darauf achten, dass du nicht zu viel Mehl in die Knödelmasse gibst, da die Knödel sonst zu fest werden.

Toll an Knödeln ist ja, dass sie nicht nur gut schmecken, sondern es sich auszahlt gleich mehr davon zu machen. Sie können nämlich sehr gut eingefroren werden. Über Dampf lassen sie sich super flaumig aufwärmen und schon hast du wieder eine schmackhafte Speise.

Die Tiroler Speckknödel passen perfekt zu Sauerkraut oder Krautsalat. Aber auch einfach in ein wenig Fett angeröstet, sind sie eine rasch zubereitete Mahlzeit.

Ich wünsche dir gutes Gelingen.

TIROLER SPECKKNÖDEL
Gesamtzeit
50 Min.
 
Gericht: Hauptspeise
Region: Österreichisch
Portionen: 6
Zutaten
  • 250 g Knödelbrot (oder Semmelwürfel)
  • 50 g luftgetrockneter Speck kleinwürfelig geschnitten
  • 150 g Selchfleisch (Geselchtes/geräuchertes Schweinefleisch) gekocht und kleinwürfelig geschnitten
  • 1 mittlere Zwiebel gehackt
  • 1/4 l Milch
  • 3 Eier
  • Petersilie gehackt
  • 3-4 Faust Mehl
  • 1 1/2 TL Salz
Anleitungen
  1. Die Semmelwürfel mit der Milch übergießen, gut durchmischen und stehen lassen.

  2. Währenddessen den Speck auslassen, das heißt in der heißen Pfanne so lange braten, bis die Speckwürfel leicht braun sind. 

  3. Die angerösteten Speckwürfel mit einem Sieb abseihen und das Fett auffangen, denn darin werden dann die Zwiebelstücke angeröstet. Die angerösteten Speckwürfel auf die Semmelmasse geben.

  4. Das kleingeschnittene Selchfleisch ebenfalls auf die Semmelmasse geben.

  5. Im Fett der Speckwürfel die gehackten Zwiebelstücke anrösten. Wenn der Zwiebel eine schöne braune Farbe hat, gehackte Petersilie dazugeben und ganz kurz mitrösten. 

  6. Auch die Zwiebel-Petersil-Mischung auf die Semmelmasse geben.

  7. Die 3 Eier versprudeln und 1 ½ TL Salz dazugeben. Die Eiermischung ebenfalls auf die Semmelmasse geben und jetzt alles gut durchmischen. 

  8. Ein paar Minuten stehen lassen. 

  9. Zum Schluss das Mehl untermischen, bis eine schöne Knödelmasse entsteht. Daraus größere Knödel formen. Das funktioniert am besten mit angefeuchteten Händen.

  10. Die Knödel in leicht kochendem Salzwasser so lange kochen bis sie oben schwimmen (dauert ungefähr 15 Minuten). Falls die Knödel ein wenig am Kochtopf-Boden kleben bleiben sollten, einfach mit dem Kochlöffel vorsichtig lösen.

  11. Die Knödel aus dem Wasser heben und abtropfen lassen.

Rezept-Anmerkungen

Am besten passt zu den deftigen Knödeln ein gschmackiges Sauerkraut oder ein Krautsalat.

 

Mahlzeit & guten Appetit!

 


Du hast den Ausdruck „krendeln“ noch nie gehört? Macht nichts. In diesem Beitrag möchte ich dir erzählen, worum es dabei geht:

Was du aber sicher schon gesehen hast, sind diese gefüllten Teigtaschen mit dem schön geschwungenen Teigrand. Ich meine die sogenannten Kärntner Nudeln.

Nicht nur in Italien sind Nudeln eine beliebte Speise. Auch im südlichsten österreichischen Bundesland gibt es unzählige Rezepte für gefüllte Teigtaschen, die sogenannten Kärntner Nudeln. Die gibt es nämlich nicht nur in der am meisten bekannten deftigen Version mit Nudelminze und Topfen, den Kärntner Kasnudeln, sondern auch gefüllt mit Fleisch, Gemüse, Kletzen (Dörrbirnen), Wurst und vielem mehr.

Eines habe diese Kärntner Teigtaschen aber fast alle gemein: den kunstvoll geschwungenen Teigrand. In Kärnten nennt man die Technik, mit der dieser ornamentartige Teigrand geformt wird, „krendeln“ oder „grendeln“.

Am Bespiel der Kärntner Kletzennudeln – auch Kletzenkrapfen genannt – zeige ich dir in diesem Video, wie die Ränder der Teigtaschen geformt werden. Mit ein bißchen Übung klappt es auf jeden Fall.

Noch ein kleiner Tipp:

Falls dir das Ganze doch zu aufwendig ist, kannst du den Teigrand auch ganz einfach mit einer Gabel gleichmäßig niederdrücken oder mit einem Teigrad ausradeln. Auch mit diesen beiden Methoden bekommst du einen sehr schönen Abschluss.

Wenn du Lust bekommen hast, selbst Kärntner Nudeln zu kochen, dann probier doch mal das Rezept für die süßen Kärntner Kletzennudeln.

Ich wünsche dir gutes Gelingen.


Die Kärntner Kletznnudeln sind eine traditionelle Süßspeise aus getrockneten Birnen und Topfen.

Die Kärntner lieben gefüllte Teigtaschen in allen möglichen Varianten. Ob süß oder deftig, unzählige verschiedene Versionen, in ihrer Form auch an Krapfen erinnernd, gibt es in diesem österreichischen Bundesland. Und die Rezepte weichen durchaus auch in jedem Tal wieder etwas voneinander ab.

Ursprünglich wurden diese aus Nudelteig hergestellten Speisen nicht als Nudeln sondern als (Erdäpfel-, Kletzen-, Fleisch- etc.) Krapfen bezeichnet. Auf Slowenisch heißen zum Beispiel die besonders bekannten Kärntner Kasnudeln im Rosental „sirnati krapi“ oder „ziljski krapi“ im Gailtal.

Was die verschiedenen Kärntner Nudeln auch optisch besonders schön macht, ist die Kunst des „Krendlns“ / „Grendlns“, die spezielle Art, wie die Ränder der Nudeltasche verziert werden.
Im Zuge der Renaissance dieser traditionellen Gerichte in Kärnten wurde auch wieder (der nicht ganz ernsthaft gemeinte) Spruch bekannt: „A Dirndl, des net krendeln kånn, des kriagt kan Månn“.

Bei der Herstellung dieser Nudelvarianten stehst du auch immer vor der Wahl, ob du die gekochten Nudeln einfach mit leicht gebräunter Butter übergießt oder in heißem Butterschmalz nochmals „anbrantschelst“ (anbratest).

Die Kletznnudeln sind etwas aufwendiger in der Herstellung, aber es zahlt sich aus gleich mehr davon zu machen, weil du die gekochten Nudeln sehr gut einfrieren kannst.

All die unterschiedlichen Varianten an gefüllten Nudeln beziehungsweise Krapfen kannst du sowohl als Vorspeise als auch als Hauptspeise genießen. Insbesondere die süßen Versionen kombiniert man in Kärnten häufig mit einem „Häfalan Kaffee“. In früheren Zeiten hat man sie auch sehr gerne zum Frühstück serviert.
Und bei den deftigen entscheidet man sich traditionell beim begleitenden Getränk zwischen Milch, Bier und Most. 😊

KÄRNTNER KLETZNNUDELN / KÄRNTNER KLETZNKRAPFEN
Zubereitungszeit
1 Std. 30 Min.
Rasten
30 Min.
 
Gericht: Hauptspeise, Nachspeise
Region: Österreichisch
Portionen: 8 Personen
Zutaten
Fülle:
  • 750 g Kletzen (Dörrbirnen)
  • 300 g Topfen
  • 2 EL Marmelade, nach deinem Geschmack
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Messerspitze Nelkenpulver
  • 1/2 Zitrone, der Saft
  • 1 Schuß Rum
  • 3-4 EL Staubzucker
Nudelteig:
  • 400 g Mehl Universal
  • 2 Eier
  • 1 TL Salz
  • 150 ml Wasser ungefähr
  • 1 EL Olivenöl
Anleitungen
Die Fülle:
  1. Zunächst die Dörrbirnen weich kochen.

  2. Die gekochten Dörrbirnen von eventuell noch vorhandenen Stängeln oder Kernen befreien und am besten durch einen Fleischwolf fein pürieren. Alternativ sehr fein hacken.

    Dörrbirnen gekocht und gehackt
  3. Die pürierten Birnen mit den restlichen Zutaten gut vermischen.

  4. Aus der Fülle kleinere Kugeln mit ungefähr 3-4 Zentimeter Durchmesser formen.

Der Nudelteig:
  1. Aus den Zutaten einen glatten Teig herstellen.

  2. Den Teig für circa 30 Minuten zugedeckt rasten lassen.

Die Kletzennudeln:
  1. Den Nudelteig ungefähr Messerrücken-dick ausrollen.

  2. Die Füllekugeln in einer Reihe mit etwas Abstand auf den ausgerollten Teig legen. Den Teig über die Füllekugeln legen und mit dem Handrücken rund um die Fülle gut niederdrücken.

  3. Mit einem Glas oder einer anderen passenden runden Form die Teigtasche ausstechen.

  4. Den Rand der Teigtasche gut zusammendrücken und krendeln. Alternativ kannst du anstelle des Krendelns den Rand auch einfach mit einer Gabel niederdrücken, das ergibt ebenfalls eine schöne Teigrandverzierung.

    Kletznnudln bereit zum Kochen
  5. Die Teigtaschen in leicht köchelndem Salzwasser kochen bis sie oben schwimmen. 

  6. Abtropfen lassen und mit heißer, leicht gebräunter Butter übergießen und sofort servieren.

    Kärntner Kletznnudln mit Apfelkompott angerichtet
Rezept-Anmerkungen

Alternativ zur heißen Butter kannst du die Nudeln auch vor dem Servieren in heißem Butterschmalz anbraten, bis sie ein wenig knusprig sind.

Als Beilage passt sehr gut ein Apfel- oder Birnenkompott, eine heiße Milch oder ein Milchkaffee.

 

Mahlzeit & guten Appetit!

 


Anleitung zum Krendln

In diesem Video kannst du sehen, wie die Teigtaschen gekrendelt werden. Viel Spaß und Erfolg beim Nachmachen.